{"id":390,"date":"2010-07-15T11:41:49","date_gmt":"2010-07-15T10:41:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ericlee.info\/blog\/?p=390"},"modified":"2010-12-01T20:26:51","modified_gmt":"2010-12-01T19:26:51","slug":"kooperation-statt-boykott","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ericlee.info\/blog\/kooperation-statt-boykott\/","title":{"rendered":"Kooperation statt Boykott"},"content":{"rendered":"<div id=\"_mcePaste\"><strong>Bei einer Konferenz in Vancouver hat die globale Gewerkschaftsbewegung anti israelischen Kampagnen die Unterst\u00fctzung verweigert.<\/strong><\/div>\n<div>Nicht immer ist die Propaganda antiisraelischer Gruppen erfolgreich. Bei ihrem zweiten Weltkongress im kanadischen Vancouver hat sich die International Trade Union Confederation (ITUC) Ende Juni geweigert, die Kampagne BDS (Boykott, Desinvestition, Sanktionen) gegen Israel zu unterst\u00fctzen. Der ITUC geh\u00f6ren 312 Organisationen in mehr als 150 L\u00e4ndern an, die 176 Millionen Besch\u00e4ftigte repr\u00e4sentieren. Zu den Mitgliedsverb\u00e4nden geh\u00f6ren der DGB, die AFL-CIO aus den USA und der Congress of South African Trade Unions (Cosatu).<\/div>\n<div id=\"_mcePaste\">Der Cosatu hatte eine vehement antiisraelische Resolution vorgelegt, die jedoch nicht angenommen wurde. Trotz des Widerspruchs von Aktivisten in einigen Gewerkschaften, die die Hamas unterst\u00fctzen, wurde Ofer Eini, der Vorsitzende des israelischen Gewerkschaftsverbandes Histadrut, in das Executive Board aufgenommen, er ist nun auch einer der Vizepr\u00e4sidenten der ITUC.<\/div>\n<div id=\"_mcePaste\">Die Unison sowie weitere bedeutende Gewerkschaften aus Gro\u00dfbritannien und anderen L\u00e4ndern hatten zu einem Boykott der Histadrut aufgerufen. Doch hat die Mehrheit der Delegierten sich entschieden, die Histadrut zu unterst\u00fctzen, auch weil sie eine wichtige Rolle beim Aufbau friedlicher Beziehungen zwischen Israelis und Pal\u00e4stinensern spielt. In der angenommenen Resolution hei\u00dft es: \u00bbDer Kongress begr\u00fc\u00dft die historische Vereinbarung zwischen der Histadrut und dem pal\u00e4stin\u00e4nsischen Gewerkschaftsverband PGFTU \u00fcber die Rechte pal\u00e4stinensischer Arbeiter, die mit Unterst\u00fctzung der ITUC im August 2008 geschlossen wurde, und die Initiativen von globalen Gewerkschaftsverb\u00e4nden, die in ihren Sektoren zusammanarbeiten, um die Rechte der Arbeiter zu verteidigen.\u00ab<\/div>\n<div id=\"_mcePaste\">Viele globale Verb\u00e4nde, unter anderem im Transport- und Bausektor, haben sich an der F\u00f6rderung der Zusammenarbeit zwischen israelischen und pal\u00e4stinensischen Gewerkschaften beteiligt. Die International Transport Workers Federation etwa vermittelte ein Abkommen zwischen israelischen und pal\u00e4stinensischen Gewerkschaften und den Israel Defence Forces, das es Lastwagenfahrern erleichtert, die Checkpoints zu passieren. Derartige Initiativen sollen auch in Zukunft unterst\u00fctzt werden: \u00bbDer Kongress weist die ITUC an, weiterhin an der St\u00e4rkung der Kooperation zwischen den pal\u00e4stinensischen und israelischen Gewerkschaftsbewegungen mitzuwirken und ruft die internationale Gemeinschaft dazu auf, die Pal\u00e4stinenser beim Wiederaufbau und der \u00f6konomischen Entwicklung zu unterst\u00fctzen.\u00ab<\/div>\n<div id=\"_mcePaste\">Die verabschiedete Resolution enth\u00e4lt eine Kritik der israelischen Politik, verteidigt aber das Recht des j\u00fcdischen Staates auf Selbstverteidigung. Die ITUC bef\u00fcrwortet die \u00bbuniversale Anerkennung des Existenzrechts Israels neben einem unabh\u00e4ngigen und entwicklungsf\u00e4higen pal\u00e4stinensischen Staat\u00ab. \u00dcberdies wird \u00bbdie extremistische Politik der Hamas\u00ab explizit verurteilt. Wie die Histadrut fordert die ITUC ein Ende der Blockade des Gaza-Streifens, die globale Gewerkschaftsbewegung kritisiert aber auch die \u00e4gyptische \u00bbEntscheidung, erhebliche Restriktionen an der Grenze mit Gaza zu verh\u00e4ngen\u00ab. Antiisraelische Aktivisten erw\u00e4hnen die Rolle \u00c4gyptens bei der Blockade nur selten. Der israelische Angriff auf den Gaza-Streifen im Dezember 2008 wird verurteilt, die ITUC erkennt jedoch an, dass die Operation Cast Lead eine \u00bbAntwort auf die Raketenangriffe\u00ab der Hamas war, auch dies eine Tatsache, die von den Bef\u00fcrwortern einer Boykottkampagne gegen Israel ignoriert wird.<\/div>\n<div id=\"_mcePaste\">Die ITUC bef\u00fcrwortet die Road Map aus dem Jahr 2002, die vom Iran und seinen Verb\u00fcndeten wie der Hamas abgelehnt wird. Die Resolution kritisiert viele israelische Ma\u00dfnahmen, unter anderem die Siedlungspolitik und die Errichtung der Sperranlage zur Westbank. Doch obwohl antiisraelische Aktivisten unerm\u00fcdlich f\u00fcr einen Boykott geworben haben, hat sich eine gro\u00dfe Mehrheit der globalen Gewerkschaftsbewegung f\u00fcr die Zwei-Staaten-L\u00f6sung und eine st\u00e4rkere Zusammenarbeit der israelischen und pal\u00e4stinensischen Gewerkschaften ausgesprochen.<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei einer Konferenz in Vancouver hat die globale Gewerkschaftsbewegung anti israelischen Kampagnen die Unterst\u00fctzung verweigert. Nicht immer ist die Propaganda antiisraelischer Gruppen erfolgreich. 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